• Boeing beginnt mit den Modifikationen der 787-Flugzeuge nach Zustimmung der FAA zu den Modifikationen der Batterien

    • Modifikationen an bestehenden Flotten werden beginnen, Auslieferungen werden bald wieder aufgenommen
    • Boeing wird Kunden bei der Wiederaufnahme der 787 in den Flugbetrieb unterstützen

    EVERETT,  19 April 2013 - 

    Die heute erfolgte Zustimmung der US Luftfahrtbehörde FAA zu den Batteriemodifikationen für den 787 Dreamliner bereitet den Weg für Boeing und für seine Kunden, die zugelassenen Modifikationen umzusetzen und einzubauen. Dies wird zur Rückkehr der 787-Flotte in den Flugbetrieb und zur Wiederaufnahme der Flugzeugauslieferungen führen.

    „Die Zulassung durch die FAA ermöglicht es uns und den Airlines, den Prozess der Rückkehr der 787 in den Flugbetrieb bei weiterhin vollem Vertrauen in die Sicherheit und Zuverlässigkeit dieses bahnbrechenden neuen Flugzeugs aufzunehmen“, sagte Jim McNerney, Boeing Chairman, President und CEO. „Das Versprechen der 787 und die Vorteile, die sie Fluggesellschaften und deren Passagieren bietet, gelten unverändert fort, während wir mit unseren Kunden und Programmpartnern diesen wichtigen Schritt nach vorne machen.“

    Diese Maßnahme der FAA wird die Wiederaufnahme des Dienstes der 787-Flugzeuge in den USA nach Umsetzung und Einbau der Modifikationen zulassen. Für 787-Flugzeuge, die außerhalb der USA stationiert sind und dort modifiziert werden, sind die Regulierungsbehörden vor Ort für die Erteilung der finalen Zulassung für die Wiederaufnahme des Dienstes zuständig.

    Die Zulassung des verbesserten 787-Batteriesystems durch die FAA erfolgte nach einer umfassenden Prüfung der Zertifizierungstests durch die Behörde. Diese Tests dienten dem Nachweis, dass sich die einzelnen Komponenten der Batterie und ihre Integration mit dem Ladesystem sowie ein neues Gehäuse alle wie erwartet verhielten – sowohl unter normalen Bedingungen als auch im Fall einer Störung. Die Tests wurden Anfang März aufgenommen und unter Aufsicht der FAA über einen Zeitraum von einem Monat durchgeführt.

    „Die FAA hat die Latte für unser Team und unsere Lösung sehr hoch angesetzt“, sagte McNerney. „Wir schätzen die Sorgfalt, Expertise und Professionalität des technischen Teams der FAA sowie die Leitung durch FAA Administrator Michael Huerta und Verkehrsminister Ray LaHood während dieses Vorgangs. Die gemeinsame Verpflichtung von Boeing, den weltweiten Regulierungsbehörden und unseren Kunden für sichere, effiziente und zuverlässige Flugzeuge hat dazu beigetragen, den Luftverkehr zur heute sichersten Art des Transports der Welt zu machen.“

    Boeing hat in Zusammenarbeit mit seinen Zulieferern und Partnern und zur Unterstützung der Untersuchungen des National Transportation Safety Board und des Japan Transport Safety Board umfangreiche technische Analysen und Tests durchgeführt, um ein gründliches Verständnis der Faktoren zu entwickeln, die das Fehlverhalten und die Überhitzung der 787-Batterien in zwei Fällen im vergangenen Januar verursacht haben könnten. Das Team verbrachte mehr als 100.000 Stunden mit der Entwicklung von Testplänen, dem Bau von Testvorrichtungen, der Durchführung von Tests und der Analyse der Ergebnisse um sicherzustellen, dass die vorgeschlagenen Lösungen alle Anforderungen erfüllten.

    „Unser Team hat unermüdlich an einer umfassenden Lösung gearbeitet, die die FAA und die entsprechenden Behörden weltweit, unsere Kunden und unsere eigenen hohen Ansprüche an Sicherheit und Zuverlässigkeit vollständig zufriedenstellt“, sagte Ray Conner, President und CEO von Boeing Commercial Airplanes. „Mit den Fähigkeiten und dem Engagement des Teams von Boeing und unseren Partnern haben wir dieses Ziel erreicht und ein großartiges Flugzeug noch besser gemacht.“

    Boeing brachte zudem ein Team von mehr als einem Dutzend Batterieexperten aus verschiedenen Branchen, Regierungen, Hochschulen und Verbraucherschutzorganisationen zusammen, um die Annahmen und Erkenntnisse des Unternehmens, die vorgeschlagene Lösung und den Testplan zu prüfen und zu validieren.

    Das verbesserte Batteriesystem umfasst Änderungen in der Konstruktion, die ein fehlerhaftes Verhalten verhindern sowie – sollte eine Störung doch auftreten, diese isolieren. Des Weiteren wurden verbesserte Produktions- und Betriebsabläufe sowie verbesserte Testverfahren eingeführt. Das neue Gehäusesystem aus Stahl verhindert zudem, dass eine Überhitzung der Batterie das Flugzeug beeinträchtigt oder auch nur von den Passagieren wahrgenommen wird.

    „Dies ist eine umfassende und permanente Lösung mit mehrfachen Ebenen an Schutzmechanismen“, sagte Conner. „Die äußerste Schutzvorrichtung ist das neue Gehäuse, das selbst im Fall einer Batteriestörung sicherstellen wird, dass das Flugzeug nicht beeinträchtigt wird und kein Brand entstehen kann. Wir haben die richtige Lösung zur Hand und sind bereit loszulegen“, sagte er.

    „Wir sind unseren Kunden außerordentlich dankbar für ihre Geduld während der vergangenen Monate“, sagte Conner. „Wir wissen, dass der Ausfall ihrer 787-Flugzeuge und die verzögerten Auslieferungen für sie nicht einfach waren. Wir werden sie nun dabei unterstützen, die Wiederaufnahme des Flugbetriebs so rasch wie möglich durchzuführen.“

    Boeing hat Teams an verschiedenen Standorten weltweit aufgestellt, die mit dem Einbau der verbesserten Batteriesysteme in 787-Flugzeuge beginnen. Bausätze mit den für die neuen Batteriesysteme benötigten Teilen sind für den Versand bereitgestellt und der Versand der neuen Batterien erfolgt unverzüglich. Den Kunden wurden Teams zur Seite gestellt, um den Einbau auszuführen. Die Flugzeuge werden in etwa in der Reihenfolge bearbeitet, in der sie ausgeliefert wurden.

    „Das Team von Boeing steht bereit, um die 787-Flugzeuge unserer Kunden zurück in die Luft zu bringen, wo sie hingehören“, sagte Conner.

    Boeing wird die Änderungen auch in neuen Flugzeugen in den zwei 787-Endmontage-Werken umsetzen. Die Wiederaufnahme der Auslieferungen erfolgt voraussichtlich in den kommenden Wochen. Trotz der Unterbrechung der Auslieferungen seit Januar geht Boeing davon aus, dass alle für 2013 geplanten Auslieferungen bis zum Ende des Jahres erfolgt sein werden. Das Unternehmen erwartet zudem keine signifikanten Auswirkungen des 787-Batterieproblems auf den Financial Guidance für das Jahr 2013.

    Weitere Informationen finden Sie auf der 787-Website von Boeing.